16. November 2017

Wer kennt das nicht? Wenn es einem zum Studieren (oder Arbeiten) nach Wien verschlägt, gibt es immer Freunde, die dem Heimatort (meist am Land) treu geblieben sind, aber gerne die Möglichkeit nutzen mal spontan für ein (Party-)Wochenende in der Stadt vorbeizuschaun.

So steht man nun vor der Tatsache, dass der (Party-)Haufen logischerweise Unterhaltung braucht. Am besten ein tolles Fortgeh-Programm, dass die ganze Bandbreite des Wiener Nachtlebens abdeckt.

Lange Rede kurzer Sinn wurde Freitag nach Ankunft der Partymeute das Wochenende gemütlich mit der Bar ums Eck eingeläutet, um topfit in den Samstag zu starten.

 

Nach ausgiebiger Sightseeing und Shoppingtour wurden die Haare frisiert, die Lippen nachgestrichen, das Partyoutfit angezogen und wir waren bereit für eine lustige Partynacht.

Um den Abend etwas außergewöhnlicher zu starten ging es erstmal in den DC Tower, genauer gesagt in die 57 Lounge. Diese befindet sich auf 220m Höhe und gewährt einen atemberaubenden Blick über Wien. Da schmeckte der Cocktail gleich noch besser. Die Preise sind der Höhe und dem Klientel angepasst. Weswegen wir uns auch für High Heels und hübsche Kleidchen als Dresscode entschieden, damit wir zwischen dem ganzen Business Chic nicht aus der Reihe tanzten. Nach zwei Drinks zogen wir weiter, denn ich wollte meinen Mädels ja auch noch mehr von Wien zeigen (und wahrscheinlich hätte es hier unsere Brieftasche sowieso nicht lange überlebt ;))

 

Coctails im DC-Tower ®NoWorries Entertainment OG

 

Was lag deshalb näher als direkt weiter im Bermudadreieck “verloren zu gehen”. Deswegen fuhren wir schnurstracks mit der U1 zum Schwedenplatz. Unser erster Halt wurde das Stehachterl, auch unter Magazin bekannt, wo es früher jeden Mittwoch von 19:00 – 20:30 Uhr gratis Shots gab. Mittlerweile gibt es keine free Shots mehr (auch nicht gerade verwunderlich ;)), dafür fast jeden Tag ein anderes “Special”. In dem urigen Kellergewölbe nutzten wir die Happyhour perfekt aus … Student, eh schon wissen ;). Nachdem es uns dann aber schön langsam zu voll wurde, war ein LKW (Lokalwechsel) angesagt.

 

Die Kaktus Bar, eines der bekanntesten Lokale im Bermudadreieck, wurde nur für eine Shotrunde besucht, da es dort schon so getreten voll war und man sich so gut wie gar nicht bewegen konnte.

 

Ein ‚Meter‘ im Kaktus … ®NoWorries Entertainment OG

 

 

Das Praktischste am Schwedenplatz sind ja wirklich die zahlreichen Lokale, die sich fast aneinanderreihen. So mussten wir zur nächsten Bar fast sprichwörtlich nur “umfallen”. Gottseidank fiel uns keiner um, wobei das Kopfsteinpflaster Mädels das Leben mit hohen Schuhen schon unnötig schwer macht ;).

Im Gnadenlos war es unten im Keller gerade nicht zu voll, damit man auch tanzen konnte. Der DJ spielte Musik quer durch die Bank und so wurde die Tanzfläche von uns zum Glühen gebracht. Wie aus dem Nichts hat es sich der DJ jedoch anders überlegt und sich gedacht er würde uns eine Freude mit dem ärgsten Techno machen. Da sich unsere Tanzmoves aber leider nicht mit der Musikrichtung des DJ’s vereinbaren ließen, machten wir uns notgedrungen auf die Suche nach einer neuen Location.

 

Um weiter die Nacht zum Tag machen zu können stärkten wir uns noch schnell mit Käsekrainer, Pizza und Kebab bei der U-Box. Da wir niemanden im Bermudadreieck “verloren” haben standen nun mehrere Optionen zur Auswahl: U4 (‘Mag nicht mit der U-Bahn fahren” Dauert zu lange!’),  Flex (‘Spielt heute nichts Tolles!’), Bettelalm (‘Um mir wen in Lederhosen aufzureißen, muss ich nicht unbedingt nach Wien kommen. Das hab ich zu Hause auch!”) oder Volksgarten (‘Ich glaub’ da gibts fesche Typen, die will ich mir anschauen!’).

Erste Hürde, Club auswählen, war schon mal geschafft. Zweite Hürde, in den Club reinzukommen, erwies sich dann auch als ein Leichtes. Die Schlange war überschaubar und als Mädelsrunde hat man es ja bekanntlich sowieso nicht allzu schwer in einen Club reinzukommen. Kaum drinnen wurde von uns auch schon die Tanzfläche gestürmt. Nach einer Weile wurde einer meiner Freundinnen klar, dass ihr dann doch Männer in Lederhosen besser gefallen, aber die Männer in Wien auch nicht von schlechten Eltern sind. Da das nun geklärt war, konnte bis in die frühen Morgenstunden weiter getanzt und gefeiert werden (mehr getanzt, da die Preise im Voga doch auf der eher höherpreisigen Seite sind).

 

Als es dann schön langsam hell wurde spazierten wir gemütlich nach Hause, ließen den lustigen Abend Revue passieren und planten schon unsere nächste Wiener-Nightlife-Tour.

 

Abschließend stellt sich noch die Frage was passiert wäre, wenn es uns doch in die Bettelalm verschlagen hätte? Vielleicht wären wir dann mit einer Person weniger nach Hause gegangen? Möglicherweise beim nächsten Mal …

    Leave A Comment